Der Verband Polnischer Unternehmer (FPP) und das Zentrum für Gesetzgebungsanalyse und Wirtschaftspolitik (CALPE) weisen darauf hin, dass Polen ein gemeinsames Pfandsystem (Verwahrsystem) einführen sollte – ein Mehrwegpfand für Getränkeverpackungen. Auf diese Weise würde das Niveau der Verwertung und des Recyclings von Abfällen steigen. Es ist erwähnenswert, dass bis zu 95 % der Polen die Einführung eines Pfandsystems unterstützen. Nach 78 % der befragten Polen sollte die Einlage nicht mehrwertsteuerpflichtig sein. Ein unabhängiger Betreiber wäre für die Zählung des Umsatzes (Anzahl der Verpackungen) verantwortlich, würde Abrechnungen mit Herstellern und Geschäften vornehmen und die Verpackungen an Recyclingunternehmen weiterleiten. Noch im Jahr 2020 sollte Polen in der Lage sein, 50 % von Kommunalabfällen, d.h. etwa 6 Mio. Tonnen, zu verwerten. Aktuell beträgt die Recyclingrate aber nur 26,1 %. Der Grund für diese Situation ist das schwache Niveau der Abfallverwertung und die hohe finanzielle Belastung der Kommunen, die diese Aufgaben wahrnehmen.
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