Es ist höchste Zeit, das Ende des Lockdowns der Wirtschaft zu verkünden – schreibt der Sprecher der kleinen und mittleren Unternehmen (Rzecznik Małych i średnich Przedsiębiorców, KMU) in einem Brief an Premierminister Mateusz Morawiecki. Er appellierte an den Regierungschef, eine Frist bis zum 30. April 2021 zu setzen, bis zu der die Wirtschaft wieder hochgefahren werden sollte. „Die Festlegung und Bekanntgabe des endgültigen Datums für die Aufhebung der Beschränkungen für die Wirtschaft ist auch deshalb wichtig, weil trotz Appellen des KMU-Sprechers Unternehmen, deren Umsatz aufgrund des Lockdowns dramatisch gesunken ist (um bis zu 70 %), deren Tätigkeit aber nicht im Korb der PKD-Codes enthalten ist, die zum Erhalt von Hilfsleistungen berechtigen, ohne finanzielle Unterstützung verbleiben. In Ermangelung konkreter Informationen darüber, wie lange sie zu ihren Unternehmen zuzahlen müssen, könnten sie gezwungen sein, ihren Mitarbeitern zu kündigen, was bald zu einem starken Anstieg der Arbeitslosigkeit führen könnte“ – schrieb Adam Abramowicz, der KMU-Sprecher, in seinem Brief an den Premierminister. Im selben Brief betonte er auch, dass die Entschädigung für geschlossene Unternehmen „den Fiskus und damit jeden Polen über 200 Milliarden PLN kostet, was für eine vierköpfige Familie 20.000 PLN Schulden bedeutet“.