Die Landwirte warnen, dass es bald zu großen Preiserhöhungen kommen könnte. Die Preise für Betriebsmittel sind bereits stark gestiegen. Hinzu kommt, dass die Kosten für die Verarbeitung und den Vertrieb sehr hoch sind. Betrachtet man jedoch das letzte Jahr, so mangelt es nicht an Meinungen, dass z.B. Gemüse, Obst oder Geflügel billiger sein könnten. Gleichzeitig machen die Landwirte auf die Rolle der Zwischenhändler aufmerksam, die ihre Gewinnspannen ständig erhöhen. Und das wirkt sich letztlich auf die Preise in den Geschäften aus. Laut Michał Kołodziejczak, Leiter der AgroUnion, kann grundsätzlich alles teurer werden. Viele Landwirte sind im letzten Jahr entmutigt worden. Laut Kołodziejczak wird es zur Monopolisierung des Marktes für Lebensmittelproduktion, vor allem des Lebensmittelvertriebs, kommen. Unternehmen mit großem Kapital wissen, dass sie in der Landwirtschaft dominant auftreten müssen. Sie nutzen die Pandemie zu diesem Zweck und die Landwirte werden immer abhängiger von ihren Abnehmern. „Ich stimme zu, dass ein Szenario, in dem alles teurer wird, realistisch ist. Wir haben Prozesse, die deflationäre Preise begünstigen, aber die Steuerpolitik gegenüber dem Lebensmittelsektor verursacht eine Inflation, die noch mehr wachsen wird“ – kommentiert Andrzej Maria Faliński, Vorsitzender des Vereins Forums für wirtschaftlichen Dialog (Forum Dialogu Gospodarczego).