Nach Informationen des Zentralamtes für Statistik GUS sind die Preise von Verbraucherwaren und -dienstleistungen nach vorläufiger Schätzung im Mai im Vergleich zum Vorjahr um 4,8 % und gegenüber dem Vormonat um 0,3 % gestiegen. Im April betrug dieser Index entsprechend 4,3 % im Vergleich zum Vorjahr und 0,8 % gegenüber dem Vormonat.
Die Beschleunigung der Inflation ist unter anderem auf steigende Lebensmittelpreise und eine noch niedrigere Basis für Kraftstoffpreise als im April zurückzuführen. Der schnellere Preisanstieg im Mai wurde nach Ansicht von Experten durch eine höhere Dynamik aller drei Hauptinflationskomponenten (Lebensmittel, Kraftstoffe und Energieträger, sowie Kerninflation) beeinflusst. Die Inflation wird im Mai 4,8-5 % betragen, sagte der Ökonom der Bank Pekao, Adam Antoniak, gegenüber der Polnischen Presseagentur PAP. Seiner Meinung nach wird sie auch in den folgenden Monaten hoch bleiben. Nach Adam Antoniak gibt es derzeit keine Faktoren, die den Preiswachstumsindex auf ein niedrigeres Niveau bringen könnten. – Die Wirtschaft erholt sich schnell, und dazu kommen Lieferengpässe, die die Produktionskosten erhöhen. Hinzu kommt, dass der Arbeitsmarkt die Pandemie fast unbeschadet überstanden hat, was bedeutet, dass es einen Mangel an Arbeitskräften gibt, so dass man mit steigenden Gehältern rechnen kann – fügt Antoniak hinzu.