Die Handelsketten ändern ihre Strategien in Bezug auf ihre Werbeaktionen. Experten erklären, worauf dies zurückzuführen ist.
Im ersten Quartal 2026 führten die Handelsketten 7 % mehr Werbeaktionen durch als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die gemeinsam von Hiper-Com Poland und Shopfully Poland erstellte Analyse umfasst die acht größten Formate im Einzelhandel, d. h. alle Discounter, Hypermärkte, Supermärkte, Convenience- und Cash&Carry-Ketten sowie Drogerien und Apotheken, Baumarktketten und Elektro- und Haushaltswarengeschäfte. In fünf davon gab es jedoch weniger Werbeaktionen als im Vorjahr. Dabei handelt es sich um Baumärkte (-22,7 %) sowie Elektro- und Haushaltswarengeschäfte (-20,1 %), Drogerien und Apotheken (-9,4 %) sowie Convenience-Ketten (-3,9 %). Am Ende dieser Gruppe stehen Hypermärkte (-1,2 %). Dagegen stieg die Anzahl der Werbeaktionen in Cash-&-Carry-Ketten (+45 %), Discountern (+18,7 %) sowie Supermärkten (+4,4 %).
Julita Pryzmont von Hiper-Com Poland ist der Ansicht, dass der Anstieg der Werbeaktionen in Cash-&-Carry-Ketten auf den starken Wettbewerb mit Discountern zurückzuführen ist. Der allgemeine Anstieg der Werbeaktionen um 7 % ist deutlich geringer als in den Vorjahren; so gab es beispielsweise im Jahr 2025 13,1 % mehr Werbeaktionen als im Vorjahr. Damals hatten die Handelsketten ihre Werbeaktivitäten als Reaktion auf die hohe Inflation und die große Preisempfindlichkeit der Verbraucher deutlich verstärkt.
Quelle: Analyse von Hiper-Com Poland und Shopfully Poland
