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15.072026

Kleinere Preisunterschiede zwischen Polen und den reicheren EU-Ländern

Die Preise in Polen nähern sich immer schneller denen in den reicheren EU-Ländern an. Noch im Jahr 2015 lag das Preisniveau für Konsumgüter in unserem Land bei knapp 58 % des EU-Durchschnitts. Nach 10 Jahren sind es bereits 73,3 % – das geht aus Daten des Polski Instytut Ekonomiczny (Polnisches Wirtschaftsinstitut) hervor.

Die stärkste Beschleunigung des Preisanstiegs in Polen war insbesondere in den Jahren 2020–2025 zu verzeichnen, als Polen neben Estland zu den mittel- und osteuropäischen Ländern gehörte, die den Preisabstand zu Westeuropa am schnellsten verringerten.

Am stärksten stiegen in den letzten fünf Jahren die Preise für Lebensmittel, Energie und Dienstleistungen. Letztere, wie Friseur-, Zahnarzt- oder Renovierungs- und Ausbauleistungen, stiegen in diesem Zeitraum um fast 70 %. Industriegüter blieben hingegen auf einem relativ stabilen Niveau.

Trotz des Preisanstiegs bleibt Polen weiterhin eines der günstigsten Länder der Europäischen Union. Niedrigere Preise gab es im Jahr 2025 nur in Rumänien und Bulgarien, wo die Preise 65,1 % bzw. 62,5 % des EU-Durchschnitts erreichten. Die Volkswirtschaften mit den höchsten Preisen in der gesamten EU sind hingegen seit 2018 unverändert: Dänemark, Irland und Luxemburg, deren durchschnittliche Preisniveaus im Jahr 2025 130 % des EU-Durchschnitts überstiegen.

Quelle: Polnisches Wirtschaftsinstitut

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